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Blog · Sichtbarkeit · 1. September 2026 · 8 Min. Lesezeit

Google-Unternehmensprofil einrichten: Die Anleitung für Betriebe

Zuletzt aktualisiert am 1. September 2026

Wenn jemand deinen Betrieb googelt, entscheidet meist nicht deine Website über den ersten Eindruck, sondern der Kasten rechts daneben: das Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“) mit Karte, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Es ist kostenlos, in einer Stunde eingerichtet – und trotzdem bei vielen Betrieben verwaist. Hier ist der Weg zum gepflegten Profil, Schritt für Schritt.

Schritt 1: Profil finden oder anlegen

Google legt für viele Betriebe automatisch Einträge an. Suche zuerst nach deinem Betriebsnamen plus Ort: Existiert ein Eintrag, klickst du auf „Inhaber dieses Unternehmens?“ und beanspruchst ihn. Existiert keiner, legst du unter google.com/business einen neuen an. Die Bestätigung läuft je nach Betrieb per Postkarte an die Geschäftsadresse, per Telefon oder Video – plane dafür ein paar Tage ein.

Schritt 2: Die Kategorie – wichtiger als jeder Text

Die Hauptkategorie ist das stärkste Signal für Google, wann dein Profil erscheinen soll. Wähle die präziseste, die es gibt: „Malerbetrieb“ statt „Handwerker“, „Friseursalon“ statt „Schönheitssalon“, wenn das dein Kerngeschäft ist. Zusatzkategorien ergänzen Nebenleistungen. Ein häufiger Fehler ist die zu allgemeine Kategorie – sie verwässert, wofür Google dich anzeigen soll.

Schritt 3: Stammdaten komplett und identisch

  • Name – exakt der echte Betriebsname. Keywords hineinzuschummeln („Malerbetrieb Schmidt – bester Maler Dortmund günstig“) verstößt gegen die Richtlinien und riskiert die Sperrung.
  • Adresse und Einzugsgebiet – Ladengeschäfte zeigen die Adresse; wer nur beim Kunden arbeitet, kann die Adresse verbergen und ein Einzugsgebiet angeben.
  • Öffnungszeiten – inklusive Feiertagsregelungen. Nichts frustriert mehr als „geöffnet“ laut Google und verschlossene Tür vor Ort.
  • Telefon und Website – dieselbe Nummer und Schreibweise wie auf deiner Website (Stichwort NAP-Konsistenz).

Schritt 4: Fotos, die den Betrieb zeigen

Profile mit eigenen Fotos bekommen deutlich mehr Anfragen als solche mit grauem Platzhalter. Es braucht kein Fotostudio: Außenansicht (damit man dich findet), Innenraum, Team bei der Arbeit, fertige Ergebnisse. Lade sie selbst hoch, bevor die Streetview-Aufnahme von 2019 dein Aushängeschild bleibt – und ergänze alle paar Monate ein paar neue.

Schritt 5: Bewertungen als Dauerroutine

Bewertungen entscheiden über Klick oder Weiterscrollen. Zwei Gewohnheiten genügen: Bitte zufriedene Kundschaft aktiv um eine Bewertung – am einfachsten mit deinem Bewertungslink oder einem QR-Code auf der Rechnung. Und beantworte jede Bewertung, auch die schlechten, sachlich und lösungsorientiert. Niemals Bewertungen kaufen: Das riskiert die Sperrung des Profils und wirkt auf Leser ohnehin durchschaubar.

Schritt 6: Profil und Website verzahnen

Profil und Website stärken sich gegenseitig: Das Profil verlinkt auf die Website, die Website nennt dieselben Kontaktdaten und vertieft, was das Profil anteasert – Leistungen, Preise, Referenzen. Wer aus dem Karten-Kasten auf eine Seite klickt, die es nicht gibt oder die 2015 stehen geblieben ist, ist wieder weg. Eine Pageblitz-Website übernimmt Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Google-Bewertungen automatisch an die richtigen Stellen — mehr dazu im Artikel Bei Google gefunden werden.

Die drei häufigsten Fehler

  • Einrichten und vergessen – veraltete Öffnungszeiten und unbeantwortete Fragen signalisieren Google und Kundschaft dasselbe: hier kümmert sich niemand.
  • Doppelte Einträge – alte Adressen oder Duplikate verwirren das Ranking; über die Profilverwaltung zusammenführen lassen.
  • Richtlinien-Tricks – Keywords im Namen, gekaufte Bewertungen, falsche Kategorien. Kurzfristig verlockend, langfristig der schnellste Weg zur Sperrung.

Häufige Fragen

Kostet das Google-Unternehmensprofil etwas?

Nein, das Profil ist vollständig kostenlos. Anrufe von Agenturen, die Gebühren für die 'Verwaltung' oder 'Bestätigung' deines Eintrags verlangen, sind ein bekanntes Abzock-Muster.

Wie lange dauert die Bestätigung?

Je nach Verfahren zwischen wenigen Minuten (Telefon/Video) und ein bis zwei Wochen (Postkarte an die Geschäftsadresse). Ohne Bestätigung kannst du das Profil nicht bearbeiten.

Ich arbeite nur beim Kunden – muss meine Adresse öffentlich sein?

Nein. Dienstleister ohne Ladengeschäft können die Adresse verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben – das Profil erscheint dann für Suchen in diesem Gebiet.

Ersetzt das Profil eine eigene Website?

Nein – es ist der Türöffner, die Website macht den Abschluss: Leistungen, Preise, Referenzen und Kontaktformular. Beide verlinken aufeinander und stärken sich gegenseitig im Ranking.

Impressum, Datenschutz und die ganze Website — in 3 Minuten fertig zur Vorschau.

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